ESK - Das Europäische Solidaritätskorps

Im Rahmen der 2016 neuen Initiative der Europäischen Union, dem Europäischen Solidaritätskorps (ESK), könnt ihr an zwei- bis zwölfmonatigen Freiwilligenprojekten mitarbeiten. Mögliche Zielländer für euren Einsatz sind alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die ESK-Projekte sind Solidaritätsaktivitäten in den Bereichen Bildung, Kreativität und Kultur, Gesundheit, Integration, Inklusion, Umwelt- und Naturschutz).

Eine Liste mit beispielhaften Projektthemen findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal.

Teilnahmevoraussetzungen:

Um am ESK teilzunehmen,

    • müsst ihr während der Projektzeit zwischen 18 und 30 Jahre alt sein (eine Registrierung ab 17 ist möglich);
    • müsst ihr die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder eines der folgenden Länder besitzen oder euch rechtmäßig in der EU oder einem der folgenden Länder aufhalten: Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien;
    • ist es egal ob ihr berufstätig, arbeitslos oder gerade in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung seid – das Europäische Solidaritätskorps steht allen jungen Menschen offen.
    • müsst ihr bei einigen Projekten je nach Art und Finanzierung zusätzliche Voraussetzungen in Bezug auf Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit beachten.

Anmeldung und Auswahlverfahren

Registriert euch zur Teilnahme am ESK in der Datenbank auf dem Europäischen Jugendportal. Dort könnt ihr ein persönliches Bewerbungsprofil anlegen, eure gewünschten Einsatzzeiträume angeben und vermerken, in welchen Bereichen ihr den Freiwilligendienst absolvieren möchtet.

Akkreditierte Organisationen suchen unter den registrierten jungen Menschen potentielle Kandidat(inn)en aus und kontaktieren diese mit einem konkreten Angebot für eine Freiwilligentätigkeit. Wenn ihr eine Anfrage von einer Organisation erhalten habt, könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr das Angebot annehmt oder nicht. Eure weiteren Chancen im ESK verringern sich durch eine Absage nicht.

Wichtig: Die Registrierung bedeutet nicht unbedingt, dass ihr auch einen ESK-Platz bekommen werdet. Es ist also sinnvoll, sich parallel auch für andere gesetzlich geregelte Freiwilligendienste zu bewerben.

Finanzierung und Leistungen

Das ESK wird unter anderem durch das EU-Programm ERASMUS+ sowie andere EU-Förderprogramme finanziert. Freiwillige erhalten für ihre Arbeit kein Gehalt. Bei den Freiwilligenprojekten werden in der Regel die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld sowie Reisekosten und eine Versicherung übernommen. Eine Vorbereitung auf den ESK findet gesichert statt, wenn das Freiwilligenprojekt im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes abläuft.

Wer an einem Freiwilligenprojekt im Rahmen des ESK teilgenommen hat, erhält neben dem Youthpass auch ein ESK-Zertifikat.

Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Rahmen des ESK

Neben den Freiwilligenprojekten bietet das Europäische Solidaritätskorps auch eine Beschäftigungsinitiative. In diesem Rahmen erhalten junge Menschen einen Arbeits-, Praktikums- oder Ausbildungsplatz in Organisationen verschiedenster Ausrichtung. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei den Freiwilligenprojekten: Ihr registriert euch auf der Webseite des ESK, gebt an, dass ihr z.B. eine Praktikumsstelle sucht und Organisationen, die nach Praktikant(inn)en suchen, können euch kontaktieren. Alle weiteren Informationen zum ESK findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal.
 

Die Informationen zum ESK übernehmen wir von unserem Eurodesk-Partner www.rausvonzuhaus.de.